Weiterentwicklung der Gemeinde Bockhorn

Schulhaussanierung, 
-erweiterung und Turnhallenneubau

Die Gemeinde Bockhorn steht in der kommenden Legislaturperiode vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte. Um die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde nachhaltig zu sichern und den Anforderungen des demografischen Wandels gerecht zu werden, ist es dringend erforderlich, das bestehende Schulgebäude in Bockhorn umfassend zu sanieren und auszubauen. Bei der Sanierung sollen moderne pädagogische Anforderungen ebenso berücksichtigt werden wie eine barrierefreie und inklusive Gestaltung der Schulräume. Ergänzend dazu ist der Neubau einer Turnhalle notwendig, um den schulischen und sportlichen Bedarf der Gemeinde langfristig zu decken.

Diese neue Turnhalle wird nicht nur dem schulischen Bedarf dienen, sondern auch den bestehenden sportlichen Aktivitäten eine neue Heimat bieten – insbesondere dem SV Bockhorn, aber ebenso dem SC Kirchasch und dem FC Grünbach.

Der finanzielle Umfang dieser baulichen Maßnahmen wird alle bisherigen Investitionen der Gemeinde deutlich übersteigen und die Gemeinde Bockhorn in besonderem Maße fordern. Erstmals werden wir dabei einen Verschuldungsgrad erreichen, der in dieser Form bislang nicht bekannt war. Um diese Herausforderung verantwortungsvoll zu bewältigen, ist es unerlässlich, sämtliche Fördermöglichkeiten konsequent auszuschöpfen, mittel- und langfristige Einnahmequellen – beispielsweise aus der Gewerbesteuer – zu stärken und bestehende Kostenstrukturen kritisch zu überprüfen.

Dabei muss jedoch klar sein: Die Umsetzung dieses Projekts darf nicht zulasten des langfristigen Vermögens der Gemeinde gehen; ein Verkauf des sprichwörtlichen „Tafelsilbers“ darf keine Option sein.

Gerne bringe ich meine Erfahrung als Bankbetriebswirt in dieses wegweisende, zugleich aber auch äußerst anspruchsvolle Projekt ein und leiste so meinen Beitrag zu einer nachhaltigen und soliden Zukunft der Gemeinde Bockhorn.

Weitere Ziele
für die Entwicklung der Gemeinde

Die Entwicklung einer Gemeinde im Speckgürtel Münchens ist eine große Herausforderung und zugleich eine Verantwortung gegenüber unseren Vorfahren und unseren Nachkommen. Dabei gilt es, den Spagat zwischen zukunftsorientierter Entwicklung und dem Schutz des uns anvertrauten Bestands zu meistern, ohne dass Barrieren die Teilhabe von Menschen einschränken. Nachhaltigkeit muss dabei stets mitgedacht werden, um die Lebensgrundlagen kommender Generationen zu erhalten.

Straßenverkehr

Durch unser Gemeindegebiet verlaufen mit der B388 und der St2084 zwei Hauptverkehrsachsen, die die größten Orte des Landkreises – Erding, Dorfen und Taufkirchen – miteinander verbinden.

Zudem dient Bockhorn als wichtige Querverbindung von der A94 zum Flughafen, insbesondere im Hinblick auf die beschlossene Nordumfahrung. 

Umso wichtiger ist es, unsere Gemeinde und ihre Ortsteile vor einem Übermaß an Durchgangsverkehr zu schützen und verträgliche Verkehrslösungen für die Anwohnerinnen und Anwohner an diesen Verkehrsschwerpunkten zu schaffen. 

Gleichzeitig sollen auch alle Risikostellen innerhalb und außerhalb der Ortschaften identifiziert und entschärft werden, um Wege und Straßen für alle Menschen sicher und barrierefrei nutzbar zu machen.

ÖPNV

Die Anzahl der Pendlerinnen und Pendler in unserer Gemeinde steigt kontinuierlich an.

Zudem werden notwendige Amts-, Einkaufs- und Botenwege für die Bürgerinnen und Bürger durch Zentralisierungen zunehmend zu Herausforderungen. Gleiches gilt für unsere Kinder: Wir sollten Weiterbildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten durch optimierte Verkehrswege erleichtern.

Darüber hinaus ist es wichtig, nachhaltige Transportmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die unsere Umwelt entlasten. Deshalb müssen wir optimierte ÖPNV-Verbindungen anbieten.

Walpertskirchener Spange

Der Bau der Walpertskirchener Spange und der Ausbaustrecke 38 (ABS 38) hat direkte Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger im Süden unserer Gemeinde.

Bei vielen Wohnhäusern wird die Lärmbelastung deutlich steigen, da sich die Taktung der Bahntrasse erheblich erhöht. Niemand möchte nur 50 Meter oder weniger von seinem Wohnhaus täglich ständig Bahnlärm ausgesetzt sein.

Zudem sind auch unsere Landwirtinnen und Landwirte betroffen: Die Walpertskirchener Spange & ABS 38 würde nicht nur zu Flächenverlusten führen, sondern auch kilometerlange Anfahrtswege zu ihren Feldern verursachen.

Unterstützung des heimischen Handwerks

Der Bedarf an heimischem Handwerk steigt kontinuierlich. Es muss ein Ziel sein, die Handwerks- und Gewerbebetriebe in unserer Gemeinde zu erhalten.

Zukünftig wird es immer wichtiger, Leistungen auch selbst erbringen zu können. Gerade das Handwerk verliert zunehmend Arbeitskräfte.

Deshalb müssen wir mittel- und langfristig unsere eigene Versorgung sichern – sei es, weil die Bürgerinnen und Bürger im Ort einen Schreiner, Metzger oder Bäcker benötigen.

Förderung der Gewerbeansiedlung

Der zentrale Kern der Gemeindeentwicklung in den kommenden Jahren ist die Sanierung und Erweiterung der Schulen sowie der Neubau der Turnhalle.

Wie beim Bau eines Privathauses ist es dabei von größter Bedeutung, einen konkreten und belastbaren Finanzplan aufzustellen. Die wichtigste Säule ist die Liquiditätsplanung, insbesondere die Einnahmenseite. Ein zentraler Faktor sind dabei die Einnahmen aus der Gewerbesteuer.

Zudem benötigen wir Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort. So ersparen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern tägliche Anreisen zu ihren Arbeitsplätzen und unterstützen gleichzeitig nachhaltig die Familienbetreuung sowie die positive Entwicklung des demografischen Wandels.

Unterstützung der Landwirtschaft

Bei allen unseren Maßnahmen ist es notwendig, auch das zu schützen, was seit Generationen unsere Gemeinde stark macht – unsere Versorger und Landwirtinnen und Landwirte. 

Die Regulatorik, der Flächenverbrauch und der verlorene Blick für die Bedeutung des täglichen Brotes haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass immer mehr landwirtschaftliche Betriebe aufgeben mussten. Wir müssen daher daran arbeiten, dass dies in unserer Gemeinde nicht so weitergeht.

Deshalb ist es wichtig, dass wir bei aller Entwicklung zu einer modernen Gemeinde auch die Bedürfnisse und Anforderungen der Landwirtinnen und Landwirte berücksichtigen.

Kinderbetreuung ausbauen

Die Anforderungen an moderne Familien und die Ausbildung der Kinder steigen stetig. Schon bei der Planung des Nachwuchses beginnen die Herausforderungen: Bei den heutigen Baulandpreisen ist es meist notwendig, dass beide Elternteile einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, damit überhaupt die Möglichkeit besteht, dem kommenden Nachwuchs ein „dahoam“ zu bieten.

Als Gemeinde müssen wir darauf achten, dass dies überhaupt möglich ist. Denn sobald der Nachwuchs da ist, muss es auch möglich sein, ihn für bestimmte Stunden betreuen zu lassen, um den eigenen Beruf ausüben zu können.

Dies ist jedoch nur der erste von vielen Aspekten. Wir benötigen ausreichend Kita-Plätze und dort qualifiziertes Personal, um unsere zukünftigen Träger der Gesellschaft optimal auf ihre Entwicklung vorzubereiten. Zu Recht darf die Gemeinde stolz darauf sein, dass wir im schulischen Bereich stets hervorragende Leistungen unserer jungen Gemeindebürgerinnen und -bürger ehren dürfen.

Angebot zur Senioren- und Pflegebetreuung

In Bayern gibt es rund 600.000 Pflegegeldempfängerinnen und -empfänger, davon sind etwa 110.000 in Pflegeeinrichtungen untergebracht. Diese Herausforderung ist auch in der Gemeinde Bockhorn spürbar.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Paragraphen- und Antragsdschungel für Pflegeunterstützung oft undurchdringlich erscheint – selbst für Menschen, die im Alltag bereits mit regulatorischen Vorgaben vertraut sind. Wie soll dies jemand durchblicken, der nur wenig Berührungspunkte damit hat?

Glücklicherweise hat der Landkreis mit dem Seniorenstützpunkt eine sehr gute Unterstützung geschaffen. Dies löst jedoch nur einen ersten Teil der Herausforderungen in der Pflege- und Seniorenbetreuung. Mittelfristig brauchen wir auch eine Senioreneinrichtung in unserer Gemeinde, die unseren älteren Menschen ein „dahoam“ bieten kann. Die menschliche Gesellschaft lebte von jeher davon, sich gegenseitig bis ins Alter zu unterstützen – und mit dieser Aufgabe müssen wir uns aktiv auseinandersetzen.

Dabei gilt es, sich auch in Nachbargemeinden und Landkreisen über bestehende Lösungen zu informieren und von erfolgreichen Modellen zu lernen.

Bezahlbarer Wohnraum für junge Familien

Die Kostenschraube dreht sich unaufhörlich, und bei den aktuellen Bau- und Baulandpreisen erscheinen Eigenheim- oder Eigenwohnraummaßnahmen für junge Familien zunehmend aussichtslos.

Wir brauchen daher Konzepte und Maßnahmen, um die Schaffung von Wohnraum – insbesondere für unsere einheimischen jungen Familien – zu stärken.

Vereine fördern

Die Vereine sind ein wichtiger Motor unserer Gemeinde. Wer sich genauer damit befasst, erkennt, wie vielschichtig und eng verflochten unsere Vereinslandschaft ist. Fußball-, Sport- und Schützenvereine, Stopselclubs, Kriegervereine, Theatervereine, Dorfgemeinschaften, Partnerschaftsverein Bockhorn-Magnac, Trachtenverein Grünbach,  Bauernmarktverein, diverse Musikgruppen und Chöre, kirchliche Organisationen und Krieger- und Soldatenkameradschaften u.v.m. tragen zum geselligen Miteinander der Gemeinde bei.

Jeder Verein fördert das Zusammenleben der Vereinsmitglieder – und darüber hinaus unserer gesamten Gesellschaft. Sie sind die Kleber unserer Kultur. Dass dies von allen Bürgerinnen und Bürgern anerkannt und gewürdigt wird, zeigt sich vor allem bei Dorffesten, beim Maibaum-Aufstellen oder auf Christkindlmärkten.

Zunehmend wird es jedoch schwieriger, die dafür notwendigen Ehrenamtsposten in den Vereinen zu besetzen. Um den Fortbestand der oft über 100-jährigen Traditionen zu sichern, ist es notwendig, unsere Vereine zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen das aktive Gemeindeleben zu gestalten.

Feuerwehren unterstützen

Die Gemeinde Bockhorn darf sich glücklich schätzen, über 200 aktive Feuerwehrfrauen und -männer zu verfügen, die stets auf Abruf bereitstehen und ehrenamtlich zu Einsätzen fahren. In der heutigen, zunehmend isolierten Welt ist dies nicht mehr selbstverständlich.

Die Gemeinde ist verpflichtet, eine ausreichende Feuerwehrdecke bereitzustellen, um die Brandbekämpfung sicherzustellen. Dazu gehört nicht nur die Mannstärke, sondern auch die Fähigkeit, technisch angemessene Maßnahmen durchzuführen. Die Anforderungen reichen von Meldeanlagen über Löschfahrzeuge bis hin zu Atemschutzausrüstungen.

Gerade in Bockhorn tragen wir aufgrund unserer zentralen Lage eine große Verantwortung. Deshalb dürfen wir stolz sagen, dass wir u.a. in Grünbach einen First Responder und in Bockhorn ein Dekon-Fahrzeug haben. Dazu gehört auch die zeitnahe Realisierung des Feuerwehrhausbaus in Grünbach, um die Einsatzbereitschaft langfristig zu sichern.

Besonders stolz dürfen wir auch auf unsere Jugendfeuerwehren in Bockhorn und Kirchasch sein, in der bereits junge Feuerwehrleute auf Ernstfälle vorbereitet werden. Wir müssen weiterhin dafür sorgen, dass unsere Feuerwehren funktionsfähig und gut ausgestattet bleiben.

Freizeitangebot optimieren

Ich möchte, dass die Menschen in unserer Gemeinde nicht nur wohnen, sondern auch leben. Da es zunehmend wichtiger wird, sich angesichts immer intensiver werdender Medienkanalbeschallung zu entspannen, muss es auch Möglichkeiten in der Gemeinde geben, die Freizeit zu genießen.

Dieses Thema umfasst die Optimierung der Wanderwege, den landwirtschaftlich verträglichen Ausbau von Radwegen, Freizeitanlagen und Verweilmöglichkeiten für Jung und Alt sowie Maßnahmen zur Erhaltung von Natur und Umwelt.

Wir leben nicht nur, um zu arbeiten, sondern wir arbeiten, um zu leben. Diesen Lebensraum Bockhorn möchte ich gerne für unsere Bürgerinnen und Bürger weiter optimieren und ausbauen.

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